Gadaffi fordert die Auflösung und Aufteilung der Schweiz auf die Nachbarländer und ist den Eidgenossen ob der schlechten Behandlung seines Sohnes böse. Über die schweiz läßt er sich laufend informieren.
Berichten Schweizer Medien über die Libyenkrise, so erfährt dies Moammar al-Qadhafi sofort. Der libysche Herrscher lässt sich laut Libyen-Kenner Jean Ziegler «fast in Echtzeit» über die Berichterstattung in der Schweiz aufdatieren, wie die «SonntagsZeitung» in ihrer neusten Ausgabe berichtet.
Qadhafi hat dafür die international tätige PR-Firma Brown, Lloyd, James engagiert. Sie hat eine Niederlassung in Tripolis, wie die Zeitung schreibt. In der Schweiz hat die Firma kein eigenes Büro, wohl aber in Frankfurt, Paris und Mailand.
Angesichts des straffen Medienmonitorings fordert Ziegler die Scharfmacher auf, sich zurückzuhalten. Vor allem die Aktivitäten von SVP und Genfer Polizei seien gefährlich und führten zu einer weiteren Verhärtung der Fronten, warnt der Autor des Buchs «Der Hass auf den Westen». Die SVP hat schon mehrmals den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Libyen gefordert. Die Genfer Polizei steht unter Verdacht, Fotografien und ein Video zur Verhaftung von Hannibal al-Qadhafi öffentlich gemacht zu haben.
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